Zoula

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Malerin 

1959 in Ufa, Russland geboren, absolviert Zoula Fürst ein Studium der Malerei, Kunstgeschichte und Kunstpädagogik an der Kunsthochschule in Ufa, das sie mit Diplom (Note 1.0) erfolgreich abschließt. Aufgrund einer Begabtenförderung wird sie gleich nach dem Studium in den Staatlichen Künstlerfonds aufgenommen, wo sie zahlreiche Aufträge im Bereich Kunst am Bau und Innenarchitektur erhält. 1990 geht Zola Fürst nach Moskau, um die Leitung eines Modeunternehmens zu übernehmen. 1992 lernt sie bei einem geschäftlichen Besuch der Modemesse Düsseldorf ihren zukünftigen Mann kennen und zieht ein Jahr später nach Deutschland. Aufgrund ihrer beruflichen internationalen Ausrichtung, gelingt es ihr schnell Fuß zu fassen, so dass bereits ab 1993 eine rege Ausstellungstätigkeit entsteht. Etliche Werke befinden sich in Privatbesitz in Colorado Springs (USA), Wombarra (Australien), St. Petersburg und Moskau (Russland), Swalmen (Holland), La Mure (Frankreich).

Eine Frau braucht, um gut auszusehen, ein Kleid, c'est tout - das ist alles. So soll es einmal Coco Chanel gesagt haben. Die französische Modeschöpferin sorgte für Wirbel in der Gesellschaft, denn sie befreite die Frauen von den Kleidern mit erdrückenden Korsagen. Zoula Fürst interessiert sich nicht nur für Mode, vielmehr noch für die scheinbaren Nebenschauplätze der Alltagskultur. Dabei spielt sie mit Gegensätzen wie Körper, Raum und Leere, Verhüllung und Nacktheit, Zentrum und Peripherie, Annäherung und Distanz. Kleidung ist Ausdruck von Zeitgeist, Identität und sozialer Position. Wie dieses gesellschaftliche Phänomen in der modernen Kunst aufgenommen wird, zeigen die Bilder von Zoula Fürst mit subtilem Humor und technischer Raffinesse. Deutlich greift die Künstlerin auf eine in der Werbegrafik plakativ verdichtete Bildsprache zurück, wir sie in den frühen Arbeiten von Sigmar Polke genutzt wird und entwickelt dabei ein autonomes, zeitgenössisches Konzept. Die Künstlerin lebt in Marktredwitz bei Bayreuth.